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Altkleider – Was tun?

Jeder von uns sammelt über die Jahre eine Menge Klamotten an und irgendwann, wenn der Kleiderschrank platzt, mistet man aus und hat einen großen Haufen Altkleider vor sich stehen. Wie gehe ich damit am besten um? Worauf muss ich bei der Entsorgung oder Weiterverwendung achten?

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Was zunächst so lapidar klingt, ist eigentlich ein recht wichtiges Thema. Gerade in einer heutzutage, wo man günstig Klamotten kaufen kann und ein Trend auf den nächsten folgt. Ich gehöre auch zu denen, die am Black Friday Erspartes auf den Putz haut und zu oft Kleidung kauft, die man eigentlich nur in seinen Gedanken gerne trägt. In den letzten Jahren habe ich mir konsequentes und regelmäßiges Ausmisten meines Kleiderschrank angewöhnt. Eigentlich immer dann, wenn ich von Sommer auf Winter (oder umgekehrt) umrüste.

Was du nicht magst, mögen Andere

Zugegeben, bei mir landen nicht nur ausgetragene Klamotten auf dem Abstellgleis. Manche Teile hatte ich nur sehr selten an oder habe sie gar nicht getragen (Etikett noch dran). Neuwertige und sehr gut erhaltene Klamotten gehören auf keinen Fall auf den Müll und können durchaus noch Verwendung finden.

  • Kleidertausch
    Den Begriff hat mir eine Freundin in den Kopf gepflanzt, als sie eine Whatsapp Gruppe eröffnete und ihre Mädels dazu einlud, einen Kleidertausch zu starten. Jeder bringt seine aussortierten Klamotten mit und es wird untereinander getauscht. Je nach dem wieviel dir deine Stücke wert sind, kann mit Geld, Gefallen oder den Klamotten deiner Freundin gehandelt werden. Ich persönlich freue mich, wenn meine Klamotten noch Verwendung im Bekanntenkreis finden und ich jemanden glücklich machen kann. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß daran, das Wohnzimmer in eine Umkleide zu verwandeln und auf jeden erfolgreichen Tausch mit einem Schluck Sekt anzustoßen.
  • Let´s sell it
    Es gibt genügend Plattformen im Internet, wo man seine Kleidung loswerden kann. Einige bieten sogar Tauschgeschäfte an, wobei die meisten User mit dem Verkauf der Klamotten ihr Sparschwein füllen. Fair enough. Auch ich inseriere dort Klamotten, die ich nicht mehr trage, aber qualitativ einem Standard entsprechen, bei dem ich sie durchaus tragen würde. Ein gutes Beispiel sind festliche Kleider. Unser Ego lässt uns z.B. ungern zwei mal mit dem selben Kleid auf einer Hochzeit aufkreuzen… Auf der anderen Seite habe ich so auch schon günstige Outfits geschossen. Zudem gibt es auch noch Flohmärkte. Wenn man viel Stuff hat, kann sich so ein Stand schon lohnen. Und im Zusammenschluss mit ein paar Freunden, macht das Verticken von Klamotten auch richtig viel Spaß. Macht euch mal schlau, wo Flohmärkte in eurer Stadt stattfinden. Oft gibt es auch extra Textilmärkte für gebraucht Kleidung.

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Altkleider spenden

Wer spendet, tut nicht nur was für sein Gewissen, sondern auch etwas für Bedürftige und die Umwelt. In meinem Klamottensack landen auch gerne mal Teile, die durchaus tragbar sind, aber nicht mehr schön genug für meine Ansprüche sind. Und nur weil ich mir zum Tragen eines leicht verwaschenen Shirts zu fein bin, kann ich damit trotzdem jemanden glücklich machen.

  • Altkleider Container
    Wer „Altkleidercontainer“ + den Namen seines Wohnortes bei Google eingibt, sollte eine Übersicht finden, wo die offiziellen Container zur Klamottenentsorgung stehen. Dort könnt ihr die sauberen(!) Klamotten und zusammengebunden Schuhe einfach im Müllsack einwerfen. Die Sachen werden nach der Leerung sortiert und an gemeinnützige Organisationen weitergegeben oder fachgerecht entsorgt. In Köln werden die Einnahmen aus Altkleidern z.B. für die Stabilisierung der Abfallgebühren verwendet, was für alle Stadtbewohner ein Benefiz ist.
  • Kleiderkammer und Soziale Organisationen
    Es gibt überall Hilfsbedürftige Menschen. Und so eine Kleiderspende kann sehr bedeutsam sein. Ob für Jugendliche, Obdachlose oder andere Menschen in Notlagen. Auch hier empfiehlt es sich, die Suchmaschine anzuschmeißen.
  • Second Hand
    Das DRK (Deutsches rotes Kreuz) ist z.B. eine dieser Kleiderkammern und verteilt die saubere Kleidung umsonst, oder gegen kleine Spenden, an Bedürftige. Es gibt aber auch andere Läden, die gebrauchte Kleidung weiterverkauft und die Erlöse sozialen Projekten zukommen lassen. Diese Hilfsorganisationen findet ihr vermutlich auf der Homepage eurer Stadt. Tipp: Wer sich hierfür interessiert, sollte sich Zeit nehmen den Second Hand Laden vorher mal anzurufen und zu Fragen, ob eine Spende derzeit möglich ist und wo genau sich die Abgabestelle befindet. Das ist nämlich nicht immer der Shop selbst.

 

Vorsicht vor Betrug

Wer seine Klamotten über einen Container loswerden möchte, der sollte darauf achten, wo genau die Altkleider reingeworfen werden. Hier gibt es tatsächlich kriminelle Machenschaften, die nicht nur der Umwelt schaden, sondern niemanden zu Gute kommen wie eigentlich gedacht. Dazu werde ich euch in Kürze mehr erzählen. Der Weg vom Kleiderschrank über den Altkleidercontainer bis zur Weiterverwendung ist nämlich gar nicht so uninteressant.

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